Märkische Region, 27.02.2007
THEMA: Globalisierung (Gast: Prof. Radermacher)

„Zu den Verlierern in dem Globalisierungs-Prozess gehören die mittelständischen Unternehmen. Sie wachzurütteln und ihre Verteidigungsfähigkeit zu erhöhen ist ein wichtiges Anliegen“, behauptet Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung und Präsident des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft.

Beim Business Breakfast am 27.02.2007 vertiefte Prof. Radermacher, promovierter Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler, das obige Thema. Gemeinsam mit dem ehemaligen österreichischen Vizekanzler Josef Riegler hat er vor drei Jahren die Initiative für einen „Global Marshall Plan“ aus der Taufe gehoben. Das weltökonomische System, so Radermacher, befindet sich infolge der Globalisierung in einem Prozess „zunehmender Entfesselung und Entgrenzung. Die drei Wirtschaftssegmente Mittelstand, transnationale Unternehmen und Banken sind zu ihrem Wohl aufeinander angewiesen.

Prof. Radermacher ist Autor von über 300 wissenschaftlichen Arbeiten aus den Bereichen Angewandte Mathematik, Operations Research, Angewandte Informatik, Systemtheorie sowie tangierten Fragen der Technikfolgenforschung und der Ethik/ Philosophie, letzteres auch mit Bezug auf globale Problemstellungen. Gesellschaftspolitische Interessenschwerpunkte betreffen den Übergang in die Informationsgesellschaft, lernende Organisationen, Umgang mit Risiken, Fragen der Verantwortung von Personen und Systemen, umweltverträgliche Mobilität, nachhaltige Entwicklung, Überbevölkerungsproblematik. Prof. Radermacher ist seit 2002 Mitglied im Club of Rome und seit 2005 Präsident des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA). Mehr Information unter www.faw-neu-ulm.de

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